Francesca Lombardi Mazzulli

erhielt ihre Ausbildung am Giuseppe-Verdi Konservatorium Mailand und am Konservatorium Frescobaldi in Ferrara, wo sie bei Mirella Freni studierte und mit Auszeichnung abschloss. Anschließend setzte sie ihre Studien bei Luciano Pavarotti, A. Molinari und bei Sonia Prina fort. Momentan vollendet sie ihre Technik bei Fernando Opa und Vivica Genaux. Unter den zahlreichen Auszeichnungen, die sie erhielt, sind der erste Finalistenpreis des Händel-Gesangswettbewerbs in London und der erste Kritikerpreis des Festivals Barock-Abende in Varazdin, Kroatien.

 

Im Verlauf ihrer Konzert- und Opernkarriere debütierte sie mit zahlreichen Orchestern und Ensembles im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis, so etwa mit der Accademia Bizantina dirigiert von Ottavio Dantone, dem Ensemble Barocco Limoges dirigiert von Christophe Coin, mit La Venexiana unter der musikalischen Leitung von Claudio Cavina, mit Complesso Barocco dirigiert von Alan Curtis, mit Les Talens Lyriques und Christophe Rousset, l’Arte del Mondo unter der musikalischen Leitung von Werner Ehrhardt, mit der Cappella Neapolitana dirigiert von Toni Florio, Le Musiche Nove und Claudio Osele, Montis Regalis dirigiert von Alessandro De Marchi, und Europa Galante dirigiert von Fabio Biondi (mit denen sie unter anderem im Wiener Konzerthaus mit Händels 'Lucio Silla' beim Festival Resonanzen auftrat).

 

Francesca Lombardi ist regelmäßig zu Gast bei europäischen Festivals wie etwa dem Styriarte Festival Graz, dem Haydn Festival Eisenstadt, dem Schleswig-Holstein Musikfestival Hamburg, bei den Händel-Festspielen Halle, und beim Barock-Festival Rom.

 

Mit ihrem künstlerischen Schwerpunkt im barocken Musiktheater war Francesca Lombardi Mazzulli Teil einiger Wiederentdeckungen beinahe vergessener Opern: Dazu gehörten unter anderem die Titelrollen in der Opern 'La Rosinda' (aufgeführt in Potsdam, Bayreuth und Vantaa unter der Leitung von Mike Fentross), und 'Artemisia' (dirigiert von Claudio Cavina in Hannover und Montpellier) von Francesco Cavalli – beide Werke wurden bei Ludi Musici und Glossa als CD veröffentlicht – sowie, Seite an Seite mit Vivica Genaux, die Rolle der Zelemina in Cavallis Oper 'Veremonda' beim Festival Spoleto in den USA 2015.

 

Zu Francesca Lombardi Mazzullis jüngsten Erfolgen zählen Debüts beim Innsbrucker Festival für Alte Musik (als Juno in Cavallis 'La Callisto') und am Teatro San Carlo Neapel, wo sie im Herbst 2016 anlässlich der Feier zum 100-jährigen Bestehen des Hauses in der Oper Achille in Sciro von Domenico Sarro debütierte. Zwischen 2012 und 2019 war sie unter der musikalischen Leitung von Michael Hofstetter in den Rollen der Leonora in Verdis 'Oberto' (veröffentlicht bei OehmsClassics), der Mirandolina in der gleichnamigen Oper von Bohuslav Martinù, als Agrippina in Georg Friedrich Händels gleichnamiger Oper, sowie als Vitellia in 'La Clemenza di Tito', als Fiordiligi in 'Così fan tutte', als Donna Elvira in 'Don Giovanni' und als Gräfin in 'Le Nozze di Figaro' von Mozart sowie als Maddalena in Händels 'La Resurrezione' zu erleben.

 

Außergewöhnliche Tourneeprojekte führten sie unter anderem nach Buthan, wo sie 2013 in der ersten westlichen Opernproduktion sang, die in diesem Königreich aufgeführt wurde; ein Projekt, das 2014 in El Paso in den USA wiederaufgenommen wurde. Weitere Auftritte weltweit  gab sie in Neuseeland als Sopranistin in Händels 'Messiah' und an der South Korean National Opera Seoul als Ersilia in Vivaldis 'Orlando finto pazzo'.

 

Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Francesca Lombardi Mazzulli mit Mehmet Yesilcay und dem Pera Ensemble, mit dem sie in den wichtigsten Konzertsälen Europas auftrat und einige CDs für Glossa, OehmsClassics und Berlin Classics aufnahm.

 

In der vergangenen Spielzeit debütierte Francesca Lombardi Mazzulli unter anderem  als Cleopatra in Händels 'Giulio Cesare in Egitto' am Theater Bonn unter der Leitung von Wolfgang Katschner, als Falsirena in Salieris ‘La Festa di Venezia' unter Werner Ehrhardt sowie als von den Kritikern hochgelobte Rosane in 'La Verita in Cimento' von Vivaldi in einer Produktion der Oper Heidelberg für das Festival Schwetzingen. Weiterhin trat sie beim Festival Drottningholm in der zeitgenössischen Oper 'Suskinen i Mantua' auf.

 

Zukünftige Auftritte folgen beim Innsbrucker Festival, am Teatro Real Madrid, in Tokyo und Bukarest, und in Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Michael Hofstetter, Fabio Biondi und Ivor Bolton.